Kieler
Philatelisten-Verein
von 1931 e.V.
Segelschulschiff
Gorch Fock
„Leinen los!“ für die Fahrt in
Richtung Nordamerika
Die Gorch Fock startete am Dienstag,
den 7.
April von Kiel aus zu einer fünfmonatigen Reise über den
„Grossen Teich“. Die
Häfen Norfolk, Baltimore und New York an
der Ostküste freuen sich auf den Besuch aus Deutschland für
die Feiern zum
250. Tag der Unabhängigkeit.
Für die Segelparade am 4.
Juli kann die Gorch Fock eine extra
grosse Deutschland-Flagge aufziehen. Die
Bark bekommt dafür endlich ihre „Battle Flag“. Diese
Tradition stammt von der
britischen Royal Navy. Im 17. Jahrhundert wurde damit im Gefecht
die Kampfbereitschaft
signalisiert. Die Größe wurde mit 12,2 mal 6,1 Metern
festgelegt. Die US Navy
nutzt ebenfalls diese Battle Flag. Vor dem Ablegen kündigte
Kommandant Elmar
Bornkessel an: „Das was Sie heute sehen, gab es so noch nicht.
Erst in den USA
können Sie das wieder sehen“. Und die Battle Flag stieg
empor.Neu ist auch das
„Work-and-Travel-Angebot der Gorch Fock“. Hierbei
können freiwillig
Wehrdienstleistende einen „Schnupperkurs“ belegen. Bei der
Parade auf dem
Hudson River werden auch die Schwesterschiffe der Gorch Fock zu sehen
sein –
die „Eagle“, die „Sagres“ und die
„Mircea“. Für den 19. September ist die
Rückkehr zum Marinestützpunkt Kiel geplant.
Teilnahme an der Kieler Woche ist nicht möglich.

Die Häfen an der Ostküste der USA sind keine fremden Ziele für die Gorch Fock. Boston z.B. wurde schon öfter angelaufen. Hier ein Schiffsbeleg von der 71/72 AAR – der 71. / 72. Ausbildungsreise. Auslaufen Kiel am 10. April 1984 bis zum Einlaufen in den Heimathafen Kiel am 14. August 1984. Der zweite Beleg stammt von der Operation Sail 1980 - Kiel - Funchal - Hamilton - Boston - Kiel.
Für die Parade auf dem
Hudson
River bekommt die Gorch Fock einen neuen Satz der 23 Segel. Durch Fett
aus
Umlenkrollen und Metallteilen der Takelage wurden die Segel stark
verfärbt. Das
Anfertigen der Segel in einer Kieler Firma konnte leider bis zum
Auslaufen am Dienstag nicht abgeschlossen werden. Deswegen
werden die restlichen Segel dem
Schiff hinterher geschickt.
Quelle: Kieler Nachrichten Zusammenstellung: Karl-Heinz Wenzel